Chronische Rückenschmerzen sind der häufigste Grund für Krankschreibungen – der volkswirtschaftliche Schaden wird zwischen 15 und 30 Mrd. EUR jährlich geschätzt.

Schulterschmerzen

Diagnosen, die häufig im Zusammenhang mit Schulterschmerzen gestellt werden: 

Bizepssehnen-Tendinitis, Bursitis (=Schleimbeutelentzündung), Rotatoren-Manschetten-Läsion, Impingement-Syndrom, Schulter-Arm-Syndrom, Schulternacken-Syndrom.

Eine sehr häufige Ursache von Schulter- und Armschmerzen sind lokale oder regionale Triggerpunkte sowie solche im Bereich der Schulterblatt anbindenden Muskulatur. Das ist nicht weiter verwunderlich, betrachtet man die Anatomie des Schultergelenks: Es ist sehr frei beweglich und wird vor allem durch Muskulatur, Bänder und Faszien stabilisiert. Triggerpunkte, krankhafte Veränderungen und Verkürzungen in den muskulären und faszialen Strukturen, beeinflussen daher auch die Funktion des Gelenks, die aktive Stabilität und die Schmerzhaftigkeit.

Strukturelle Schäden spielen demgegenüber bei einer Schulterproblematik eine untergeordnete Rolle: Aus Untersuchungen an Menschen ohne Schulterschmerzen weiß man, dass bereits die Hälfte der über 50-jährigen eine Ruptur der Rotatoren-Manschette hat, also einen Einriss am Muskel-Sehnen-Apparat, der den Oberarmkopf wie eine Manschette umfasst und so stabilisiert – ohne dass es deshalb zu Schmerzen kommt.

Aus den klinischen Erfahrungen und aus wissenschaftlichen Studien ist bekannt, dass auch im Bereich des Schultergelenkes Ergebnisse bildgebender Verfahren wie Ultraschall, Röntgen und Kernspintomographie nicht zwingend mit den Beschwerden des Patienten zusammenhängen.

Typisches Übertragungsschmerzmuster

Ein gewisser „Verschleiss“ am Schultergelenk scheint also normal zu sein und nicht zwangsläufig zu Schmerzen zu führen. Wenn sich bei der umfangreichen Untersuchung der Beschwerden, die auch die myofaszialen Schmerzen gezielt mituntersucht, herausstellen, dass die Problematik von Triggerpunkten mit verursacht wird, sollte eine exakte Triggerpunkt-Therapie zur Lösung dieser Schmerzpunkte angestrebt werden.

Therapieansatz myofasziale Triggerpunkte