Chronische Rückenschmerzen sind der häufigste Grund für Krankschreibungen – der volkswirtschaftliche Schaden wird zwischen 15 und 30 Mrd. EUR jährlich geschätzt.

Tinnitus und Schwindel

Im Zusammenhang mit Ohr- und Innenohrbeschwerden werden häufig folgende Diagnosen gestellt: Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD), Schmerzen der Kaumuskulatur, Otalgie (Ohrenschmerzen), Tinnitus und Schwindel, cervicogene Ohrbeschwerden.

Tinnitus (Ohrgeräusche)

Ein Tinnitus kann viele Ursache haben. Die störenden Ohrgeräusche können unter anderem von strukturellen Schäden an Mittel- und Innenohr sowie dem Hörnerv ausgelöst werden, z. B. durch eine Innenohrschädigung durch ein Lärmtrauma. Es ist daher unbedingt notwendig, dass eine Untersuchung von einem Facharzt der HNO vorgenommen wird.

Sehr häufig jedoch finden sich bei dieser Untersuchung keine offensichtlichen Schädigungen. Dann werden auch funktionelle Ursachen in Betracht gezogen. Insbesondere die myofaszialen Gewebe, muskuläre und bindegewebige Strukturen, sind oft an den Beschwerden beteiligt. Diese Zusammenhänge und entsprechende Therapieverfahren sind bereits vor Jahrzehnten von verschiedenen Autoren beschrieben worden.

Schwindel

Schwindel und Gleichgewichtsstörungen können von einigen gravierenden Erkrankungen ausgelöst werden. Daher bedürfen sie einer intensiven medizinischen Diagnostik, an der mehrere Fachdisziplinen (HNO, Neurologie, Orthopädie und Innere Medizin) beteiligt sein können. Sehr oft haben solche Symptome aber auch eine funktionelle Ursache. Die myofaszialen Strukturen (Muskulatur und Bindegewebe) vor allem der Kiefer und seitlichen Nackenmuskulatur sollten daher von einem Experten mit untersucht werden.

Typisches Übertragungsschmerzmuster

Otalgie (Ohrenschmerzen)

Ohrenschmerzen können ebenfalls die verschiedensten Ursachen haben und sollten immer von einem Facharzt für HNO untersucht werden. Lässt sich keine Ursache im Ohr selbst finden (etwa eine Mittelohrentzündung), sollte auch hier eine Beteiligung der myofaszialen Strukturen in Betracht gezogen werden. Denn lokale und regionale Schmerzen, die den Kopf betreffen, können ebenfalls in die seitliche Kopfregion und die Ohren ausstrahlen. Weitere Symptome sind Missempfindungen und ein Kribbelgefühl am Ohr. Wenn sich bei der umfangreichen Untersuchung der Beschwerden, die auch die myofaszialen Schmerzen gezielt mituntersucht, herausstellt, dass die Problematik von Triggerpunkten mit verursacht wird, sollte eine exakte Triggerpunkt-Therapie zur Lösung dieser Schmerzpunkte angestrebt werden.

Die folgende Darstellung zeigt typische Übertragungsschmerzmuster, die bei Ohr- und Innenohrbeschwerden eine Rolle spielen.

Therapieansatz myofasziale Triggerpunkte