Chronische Rückenschmerzen sind der häufigste Grund für Krankschreibungen – der volkswirtschaftliche Schaden wird zwischen 15 und 30 Mrd. EUR jährlich geschätzt.

Wadenschmerzen

Die meisten Wadenschmerzen werden von den Betroffenen unmittelbar in der Muskulatur wahrgenommen. Eine Unterscheidung, ob ein Wadenschmerz von einer tiefen Thrombose der Beinvenen verursacht ist, die oft mit einer Schwellung des Unterschenkels einhergeht, sollte von einem kompetenten Mediziner vorgenommen werden. Kann der Verdacht nicht ausgeräumt werden, ist eine Sonographie mit Duplex-Doppler angezeigt. In einigen Fällen von Wadenschmerzen können im Bereich der Wirbelsäule die Nerven (-Wurzeln) von einer Bandscheibe so eingeengt sein, dass sich entlang des Innervationsgebietes des Nerven im Ober- und Unterschenkel ein Schmerz (meist außenseitig) ausbreiten kann. Entsprechende weiterführende neurologische Untersuchungen (Kraft-Sensibilität und Reflexe) sind angezeigt.

Am häufigsten sind Wadenschmerzen allerdings muskulärer Ursache, sowohl als lokaler Schmerz als auch als ausstrahlender Schmerz von myofaszialen Triggerpunkten.

Wadenkrämpfe sehr häufig mit Triggerpunkten vergesellschaftet

Auch beim nächtlichen Wadenschmerz mit Krämpfen, der sich oft durch medikamentöse Gabe von Magnesium verbessern lässt, werden häufig myofasziale Triggerpunkte gefunden. Eindeutige Zusammenhänge dieser Wadenschmerzen und Wadenkrämpfe mit Muskelschmerzen und Triggerpunkten, sind schon vor einigen Jahrzehnten festgestellt worden. Es ist von großer Bedeutung bei der Therapie und bei der Untersuchung exakt die Schmerzpunkte zu treffen, die die Beschwerden des Patienten auslösen.

Typische Übertragungsschmerzmuster

Die in den tieferen Wadenmuskeln gelegenen Schmerzpunkte der Muskulatur und Faszien sind der einfachen manuellen Technik schwer zugänglich, und  lassen sich sehr gut mit der fokussierten Stoßwelle (fESWT) erreichen und behandeln. Die fokussierte Stoßwelle (fESWT) erweist sich hier als eine sehr präzise, aber dennoch ungefährliche Methode, da durch das Muskel- und Bindegewebe hindurch auch in größerer Tiefe exakt ein fokussierter Impuls, der Heilungsprozesse einleitet, platziert werden kann.

Therapieansatz myofasziale Triggerpunkte